Zum Auftakt richtete der Bezirksvorsteher Torsten Eisak den Blick mit einem Wort aus Galater 6, Vers 9 auf das Wesentliche: „Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.“ Dieses Wort war mehr als ein Einstieg: es war Ermutigung und Zuspruch zugleich. Es erinnerte daran, dass alles Gute, das in Liebe gesät wird, seine Zeit hat, um Frucht zu bringen.
Besonders bereichernd war das gegenseitige Kennenlernen, da in den vergangenen Monaten neue Vorsteher beauftragt wurden. In persönlichen Vorstellungen, gemeinsam mit ihren Partnern, wurde schnell spürbar, wie vielfältig und zugleich verbunden die Gemeinschaft ist. Es entstand von Anfang an eine herzliche, offene Atmosphäre, die das gesamte Wochenende trug. Der Freitag klang nach einem gemeinsamen Abendessen mit einer lebendigen und kurzweiligen Führung durch Stralsund aus – ein erster gemeinsamer Weg, der Gespräche vertiefte und Nähe entstehen ließ.
Der Samstag führte die Gruppe zunächst in das Spielkartenmuseum mit seiner Manufaktur – ein Blick hinter die Kulissen, der auf besondere Weise Handwerk und Geschichte erlebbar machte. Am Nachmittag öffnete die St.-Marienkirche ihre Türen: Der weite Raum, das eindrucksvolle Gewölbe und der Blick vom Turm luden zum Innehalten, Staunen und Durchatmen ein.
Der Sonntag wurde zum geistlichen Höhepunkt des Wochenendes. Im gemeinsamen Gottesdienst mit der Gemeinde entstand eine besondere Tiefe und Verbundenheit. Getragen von einem großen Chor, unterstützt durch Geistliche des Bezirks und deren Partnern, wurde das Wort der Leitgedanken aus Lukas 6, Vers 16 lebendig: „Niemand zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe.“
In der Predigt wurde ein starkes Bild gezeichnet: Jeder Einzelne kann Licht sein – gerade in einer Zeit, die oft von Unsicherheit geprägt ist. Ein Licht, das Orientierung schenkt, Wärme gibt und Hoffnung weiterträgt. Ein Licht, das nicht alleinsteht, sondern sich mit anderen verbindet und so den Weg erhellt. Die Einladung war klar und berührend zugleich: verbunden bleiben, füreinander da sein und den Auftrag mit Freude leben. Acht Geistliche wurden zu einer Co-Predigt gerufen und vertieften diese Gedanken auf persönliche und bewegende Weise. Ihre Predigtbeiträge machten deutlich, wie lebendig Glaube sein kann, wenn er im Herzen getragen und im Alltag sichtbar wird.
Beim anschließenden Beisammensein, begleitet von einem liebevoll vorbereiteten Buffet, wurde noch einmal spürbar, was dieses Wochenende ausgemacht hat: echte Gemeinschaft, offene Gespräche, herzliche Begegnungen. So ging ein Wochenende zu Ende, das nicht nur schöne Erinnerungen hinterlässt, sondern auch neue Kraft schenkt – für den Weg, der vor jedem Einzelnen liegt.
Neuapostolische Kirche