Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort vom Jugendtag: „Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken, denn er ist treu, der sie verheißen hat. Und lasst uns aufeinander Acht haben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken."
Vertrauen auf Gott
Bischof Knispel ermutigte die Geschwister, mit der Gewissheit in den Gottesdienst zu kommen: „Ich vertraue darauf, dass Gott mich hier selig macht. Ich vertraue darauf, dass Gott für mich da ist, dass er mich im Glauben an die Hand nimmt und ans Ziel führt." Mehr können wir nicht tun – und wir sind gut beraten, uns gegenseitig darin anzuspornen.
Das Vertrauen ist nicht jeden Tag gleich stark. Es gibt Tage, an denen wir fragen: „Lieber Gott, warum lässt du das jetzt zu? Warum greifst du nicht ein?" Dann lasst uns gegenseitig bewusst machen: Gott ist allmächtig, er kann eingreifen, er weiß alles – und manches dient uns dazu, dass wir fester werden.
„Liebe geht raus"
Unter dem Motto „Liebe geht raus" hatte der Bezirksapostel beim Jugendtag am Schwielowsee gedient. Diese jugendliche Ausdrucksweise bedeutet: „Empfange von mir Liebe und gute Gedanken."
Wenn es mal schwer wird und das Vertrauen sinkt, können wir uns sagen: „Jetzt will der liebe Gott mich testen, ob ich auch in diesem Augenblick mich so verhalte, wie er sich das wünscht." Es ist damit nicht gemeint, dass wir in schweren Lebenssituationen jubeln – aber der Gedanke soll in uns leben: Gott weiß das. Gott macht keinen Fehler.
„Jetzt weiß Gott das"
Bischof Knispel erzählte von einem Jungen ohne Beine und mit behinderten Armen, der sich natürlich fragte: „Warum bin ich so eingeschränkt?" In diesem Zusammenhang erinnerte er an Bischof Boden, der trotz schwerer Krebskrankheiten auf die Frage „Warum gerade du?" immer antwortete: „Warum gerade ich nicht?"
Der Junge erzählte eines Morgens von einem Traum, in dem er Jesus von seinen Einschränkungen berichtet hatte. Die Mutter fragte vorsichtig, was Jesus dazu gesagt habe. Die Antwort: „Nichts hat er gesagt. Aber jetzt weiß Gott das und das reicht mir."
Die Hand festhalten
Der Bezirksapostel hatte den Begriff „Festhalten" anschaulich erklärt: Wenn Eltern mit kleinen Kindern über eine belebte Straße gehen, fordern sie auf: „Halt jetzt die Hand fest. Lass die Hand nicht los." So begegnet uns Gott in seiner Liebe – er will uns sicher durch die Gefahren führen.
Gott hat die Liebe durch die Gabe des Heiligen Geistes in unser Herz ausgegossen. Nun ist es unsere Aufgabe, daran festzuhalten – an der Liebe Gottes, an unserem Ziel, an dem Bekenntnis der Hoffnung.
Öffentliches Bekenntnis
In den Konfirmationstagen bekennen sich junge Menschen öffentlich zum christlichen Glauben. „Öffentlich" bedeutet dabei vor der Gemeinde, die jeder besuchen kann – damit Menschen erkennen: „Das sind Christen, die bekennen sich dazu."
Der Bischof erinnerte an die Entwicklung der Jünger: Am Karfreitag hatten sie Angst und verschlossen sich. Doch nach der Begegnung mit dem Auferstandenen waren Petrus und Johannes mutig – selbst nach Folter gingen sie glücklich vom Hohen Rat in die Gemeinde, weil sie mit und für Christus leiden durften. Welch eine Entwicklung! Das kann die Begegnung mit dem Auferstandenen bewirken.
Der Bezirksapostel hat der Jugend angeboten, das Konfirmationsgelübde öfter mal für sich zur Festigung aufzusagen – zum Festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung.
Nicht wanken
Eine junge Diakonin hatte beim Jugendtag über das „Wanken" gesprochen – wenn man vor Entscheidungen steht: Welche Ausbildung? Studium abbrechen? Welchen Weg gehen? Ihr Rat: Wenn man wankt, sich miteinander versammeln und übers Evangelium unterhalten – dann kommt eine Antwort, dann wird man wieder fest.
Neuapostolische Kirche