Ein sommerlich warmer Sonntag, eine besonders gut besuchte Gemeinde und anschließend viel Zeit für Begegnung: Am Sonntag, dem 9. August 2026, feierte unsere Gemeinde einen Gottesdienst, zu dem sich 62 Brüder und Schwestern versammelten sowie 5 IPTV-Empfangsstationen. Ein großer Teil der Gottesdienstbesucher waren Urlauber, die ihre Ferienzeit in der Region verbrachten. Gleichzeitig waren viele Gemeindemitglieder selbst im Urlaub und so entstand eine besondere, bunte Gemeinschaft aus Einheimischen und Gästen.
Im Mittelpunkt des von Gemeindevorsteher Priester Berneis gehaltenen Gottesdienstes stand das Bibelwort aus dem 2. Korintherbrief, 5,20:
„So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“
Die Predigt beschäftigte sich mit der Apostolizität als einem Wesensmerkmal der Kirche Christi. Dabei wurde deutlich, dass Apostolizität weit mehr bedeutet als allein die Existenz eines apostolischen Amtes. Zur apostolischen Verkündigung gehört insbesondere die Botschaft von Tod, Auferstehung und Wiederkunft Jesu Christi. Diese Botschaft wurde bereits von den ersten Aposteln verkündigt und fand auch in den frühen Glaubensbekenntnissen der Kirche ihren Ausdruck. Sie gehört bis heute zum Fundament des christlichen Glaubens. Das apostolische Amt ist dabei kein Selbstzweck. Apostel haben den Auftrag, das Evangelium zu verkündigen und insbesondere die Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu Christi wachzuhalten. Christus selbst steht im Zentrum: Er ist das Haupt der Kirche und ihr Ziel. Solange die Wiederkunft Christi noch aussteht, wird diese Botschaft weiter verkündigt. Dabei sind nicht nur die Apostel gefragt. Auch jeder Einzelne kann in seinem persönlichen Umfeld „apostolisch“ wirken, indem er die frohe Botschaft weiterträgt, anderen zugewandt begegnet und ihnen etwas von der Hoffnung vermittelt, die ihn selbst trägt.
Eine besondere Bereicherung des Gottesdienstes war auch der Chorgesang. Zahlreiche Urlauber brachten sich selbstverständlich in den Chor ein und verstärkten damit die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. So wurde auch auf diese Weise Gemeinschaft über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinaus erlebbar.
Nach dem Gottesdienst blieb es noch lange lebendig. Zum zweiten Mal in diesem Sommer fand ein „Schnack & Snack“ statt. Viele unserer Gemeindemitglieder hatten dafür verschiedene Köstlichkeiten mitgebracht. So entstand ein kleines, aber reichhaltiges Buffet, an dem sich die Brüder und Schwestern bedienen konnten. Nahezu alle Gottesdienstteilnehmer blieben noch und nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Zwischen Essen und Gesprächen entstanden viele Begegnungen: Urlauber, die zum ersten Mal in der Region waren, kamen ebenso miteinander ins Gespräch wie Gäste, die bereits zum wiederholten Mal ihren Urlaub hier verbringen. Dabei wurde nicht nur über die Region und die Urlaubserlebnisse gesprochen. Auch die Gemeinde selbst wurde für viele Urlauber zu einem Ort, an dem sie sich willkommen und mit Glaubensgeschwistern verbunden fühlen konnten.
So wurde aus dem Gottesdienst ein ganzer Vormittag beziehungsweise Mittag der Gemeinschaft. Noch rund eine bis anderthalb Stunden nach dem Gottesdienst wurde gemeinsam gegessen, erzählt und gelacht, bevor schließlich auch das gemeinsame Aufräumen erledigt war. Ein sommerlicher Sonntag, der einmal mehr gezeigt hat: Gemeinschaft endet nicht mit dem Schlusssegen. Sie lebt dort weiter, wo Menschen füreinander Zeit haben, einander zuhören und ihren Glauben miteinander teilen.
Neuapostolische Kirche