Frieden, der klingt – Musikgottesdienst am Mittwochabend

Musik, Gottes Wort und Gedanken über einen Frieden, den man nicht kaufen kann: Am Mittwochabend, 23. September 2026, erlebten 62 Anwesende einen besonderen Musikgottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Rostock. Priester Köditz leitete den Gottesdienst, bei dem Gemeindechor, Doppelquartett und Instrumentalisten für eine abwechslungsreiche musikalische Gestaltung sorgten.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Kolosser 3,15 zugrunde:

Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.

Darin richtet der Apostel Paulus den Blick auf den Frie den Christi und verbindet diesen mit der Aufforderung zur Dankbarkeit. Nach dem Bibelwort sang der Gemeindechor „Meinen Frieden gebe ich Euch“. Anschließend folgte eine Bibellesung aus Psalm 122,1–8. Auch darauf antwortete der Chor musikalisch mit „Jesu Friede sei mit allen“.

Frieden – ein Kleid, das wir tragen dürfen

Zu Beginn seiner Predigt begrüßte Priester Köditz alle, die an diesem Mittwochabend gekommen waren, ebenso diejenigen, die sich mit der Gemeinde verbunden wussten. Er griff das Bild eines Kleidungsstückes auf: Ein Kleid, das wir anziehen dürfen, ist der Friede. Durch die Taufe haben Christen Gottes Frieden empfangen. Dieser Friede, so machte Priester Köditz deutlich, ist mehr als der Frieden, den die Welt geben kann. Er soll auch das Miteinander mit unseren Nächsten, in den Familien, unter Kollegen und in der Gemeinde bestimmen. Dabei entsteht Frieden nicht immer von selbst. Frieden hat auch mit Arbeit zu tun. Es braucht das eigene Bemühen, Frieden zu erhalten, aufeinander zuzugehen und Versöhnung zu suchen. Christen sollen Friedensstifter sein – und das nicht nur untereinander, sondern im Umgang mit allen Menschen.

Musik lässt den Gedanken weiterklingen

Zwischen den Predigtteilen gehörte die Aufmerksamkeit ganz der Musik. Im ersten Musikteil sang der Gemeindechor zunächst „Mein Heiland, Herr und Meister“, begleitet von „Ich glaube fest“ mit Chor und Klavier. Das Doppelquartett trug „Frieden in der Angst der Welt“ vor. Den Abschluss dieses ersten musikalischen Blocks bildete das bekannte „Hewenu Shalom Alechem“, instrumental gespielt. Damit wurde gerade der Gedanke des Friedens, der die Predigt bestimmte, auch musikalisch weitergetragen. Im zweiten Musikteil erklangen zunächst instrumental „Herr, wir bitten: Komm und segne uns“ und „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“. Danach übernahm wieder der Gemeindechor mit „Ich singe Dir mit Herz und Mund“ und „Lobe den Herren“. So wechselten sich an diesem Abend Predigt und Musik immer wieder ab und gaben den Gottesdienstbesuchern Gelegenheit, das Gehörte nachklingen zu lassen.

Frieden können wir nicht kaufen

Im weiteren Verlauf der Predigt erinnerte Priester Köditz daran, dass der Friede Gottes kein Gut ist, das man erwerben kann: Frieden können wir nicht kaufen. Vielmehr dürfen Christen diesen Frieden erfahren und selbst in ihr Umfeld hineintragen. Der Wunsch nach Frieden wird damit zugleich zu einer Aufgabe für den Alltag: dort Frieden zu suchen und zu fördern, wo jeder Einzelne lebt, arbeitet und anderen Menschen begegnet. Auch im Gottesdienst wird dieser Friede immer wieder zugesprochen. Priester Köditz erinnerte an den Frieden des Auferstandenen, der der Gemeinde im Schlusssegen mit auf den Weg gegeben wird.

Zum Ende rückte noch ein weiterer Gedanke aus dem Bibelwort in den Mittelpunkt. Paulus verbindet den Frieden Christi mit der Aufforderung: „Seid dankbar.“ Dankbarkeit muss dabei nicht auf außergewöhnliche Erlebnisse warten. Jeden Tag neu gibt es Anlass, Gott Danke zu sagen. Mit „Großer Gott, wir loben Dich“, gemeinsam von Gemeinde und Orgel gestaltet, fand der besondere Musikgottesdienst seinen musikalischen Abschluss.

Doch damit war dieser Mittwochabend noch nicht zu Ende. Nach dem Gottesdienst waren alle zu einem gemeinsamen Sektempfang eingeladen. In geselliger Atmosphäre blieb Zeit für Begegnungen und Gespräche und dafür, den musikalisch besonders gestalteten Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

 

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